Slackframe

Aufbau einer Indoor-Slackline
von Günter Wilmink und Dr. Jörg Butenuth (Text), Marburg

Nicht immer ist das Wetter passend oder man hat wenig Zeit oder keine Lust, eine Slackline im Park oder Garten aufzubauen, man würde aber gerne etwas mehr trainieren, eben mal zwischendurch ein paar Schritte auf der Line machen. Was liegt also näher als zu versuchen, eine Line in der eigenen Wohnung aufzubauen. Die Idee ist nicht ganz neu, im Buch von Heinz Zak, Slackline. Das Praxisbuch ist so eine Konstruktion abgebildet. Eine Voraussetzung ist natürlich, dass Platz für eine derartige sperrige Konstruktion vorhanden ist.

Die Idee vom Physiker Günter Wilmink war, eine Line mit Material, das in jedem Baumarkt erhältlich ist, aufzubauen und die Länge und Höhe der Line ein wenig variablel zu halten. Die Sicherheit der Konstruktion erforderte dabei wegen der beim Spannen der Line auftretenden ernormen Kräfte höchste Priorität. Außerdem sollte die Konstruktion von zwei Personen transportiert werden können.

Die erste von Günter gebaute Slackline ist 6,50 m lang, eine zweite 3,50 m, entsprechend dem verfügbaren Platz. Abb.1 zeigt die 3,50 m-Line.

Die Hauptelemente der Träger-Konstruktion sind ein entsprechend langer Holzbalken, 10x10 cm (bei Zimmereibetrieben zu erhalten), zwei Gewindestäbe, M10, ca. 13 cm lang, ein Zugseil, Durchmesser 2 mm, das auf der Unterseite aufgespannt wird, um die Gegenspannung der Line aufzubauen. Damit das Gestell nicht wackeln kann, wird es auf drei Füßen aufgestellt. Hierfür werden Holzwürfel von 10 cm Kantenlänge verwendet. Ein Holzstück von 10 x 10 x 8 cm dient als Abstandhalter für das Spannseil unter dem Holzbalken. Die Slackline wird über zwei konisch zugeschnittene Holzstücke aus dem gleichen Material wie für Balkens geführt. Wir haben uns jeweils zwei Stücke mit den Längen 20, 30, 40 cm herstellen lassen. Die Spitze ist jeweils 2 cm breit, wird etwas rund gefeilt.

Für den Aufbau werden noch Lochbleche, Lochwinkel, Gewindeösen , Muttern, Unterlegscheiben (alles M10) ein Seilpanner und Doppelmuffen für die Seilbefestigung benötigt. Einzelheiten zum Aufbau sind in den folgenden Bildern zu sehen.

Befestigung des Spannseils und Führung durch den vorderen Fuß – Abb.2

Befestigung des Schäkels und der Line am M10-Gewindestab. Die konisch zugeschnittenen Holzstücke werden mit zwei Lochplatten und einen Winkel auf den Balken gesetzt. So justiert können sie nicht umkippen, können aber auf dem Balken verschoben werden! Bitte die Verschraubung beachten, da die Kippkräfte aufgenommen werden müssen – Abb.3

Am hinteren Ende des Balkens sind zwei Holzstücke für die zwei Füße mit Winkelblechen befestigt, die Ratsche ist über den Shakel zusammen mit dem Spannseil auf der Unterseite des Balkens am Gewindestab befestigt – Abb. 4 und 5

 

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