BUTTBOUNCE

Der Buttbounce ist wohl der Trick, der den Spaß beim Slacklinen verkörpert. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass jeder der ihn lernen möchte die Line einmal schmerzhaft an seinem Rücken entlang schnalzen spüren wird. Wichtig ist, dass die Line hart gespannt wird, sonnst reicht der Schwung nicht aus um die Füße wieder auf die Line zu bekommen.

Bewegungsablauf:

  1. Schrittstellung der Füße, linker Fuß vorn und rechter Fuß hinten!
  2. Der rechte Fuß wird etwas entlastet indem das Gewicht über den linken Fuß geschoben wird. Den hinteren Fuß jetzt um ca. 45 Grad nach außen drehen, somit verläuft die Line zwischen Ferse und Ballen.
  3. Das Gewicht nun über den rechten Fuß bringen, somit wird der Linke entlastet. Die linke Fußspitze wird leicht nach rechts gedreht. Jetzt wird das Gewicht wieder über beide Füße verteilt. Der Blick bleibt auf den Fixpunkt gerichtet und die Arme dienen dem Ausgleichen! Der Körper steht nun durch die Fußstellung etwas schräg zur Line!
  4. Jetzt wird mit einem Bounce die Line nach unten gedrückt. Mit dem Rebound werden die Knie etwas nach oben gezogen und die Beine in der Luft etwa waagerecht ausgestreckt. Durch die vorherige Stellung auf der Line bilden die Beine und die Line einen Winkel von 45° bis 90°! Der Blick bleibt auf den Fixpunkt gerichtet. So lässt man sich nun auf die Slackline fallen. Dabei sollte die Line knapp unterhalb des Gesäßes verlaufen. Der Oberkörper sollte senkrecht über der Line sein, damit man wieder senkrecht nach oben katapultiert wird. Die Fersen berühren je nach Linehöhe den Boden mehr oder weniger.
  5. Ist man nun auf der Line aufgekommen und hat diese durch den Schwung so weit wie möglich gedehnt wird man ohne besonders zutun wieder nach oben katapultiert.
  6. Verlässt der Hintern nun die Line so werden die Knie vor dem Körper nach oben gezogen. Dabei wird das
  7. Sind die Füße nun über der Slackline werden diese auf die Line aufgesetzt und zwar zeigen diese um ca. 60° nach rechts und die Line verläuft zwischen Ferse und Ballen. Somit ist die Gefahr, dass man von der Slackline abrutscht möglichst minimal!
  8. Nach platzieren der Füße werden diese von alleine belastet, da man durch den vorher provozierten Rebound, mit dem Hintern, wieder auf der Line landet.
  9. Jetzt muss man die auftretenden Schwingungen ausgleichen, dabei richtet man sich wieder auf.
  10. Nun die Füße wieder parallel zur Line platzieren. => Laufen

Den Buttbounce zu lernen kann eine schmerzhafte Angelegenheit sein. Um Stürze auf den Hinterkopf und den Rücken zu vermeiden wird hier eine geeignete Hilfestellung gezeigt. Eine Bouldermatte wird hinter dem Rücken des Buttbouncenden schräg gehalten – bekommt der Buttbouncende nun Übergewicht nach hinten fällt dieser relativ gut gepolstert und mit großer Aufprallfläche gegen die Matte.

 

Bei den ersten Buttbounceversuchen ist es auch ratsam, den Winkel zwischen Beinen und Line eher in Richtung 45° zu halten, da dann bei Übergewicht kein Sturz auf den Rücken oder Hinterkopf resultiert!

 

Bei Butbounceanfängern ist häufig zu beobachten, dass ein Bein angewinkelt und der Fuß auf dem Boden aufgestellt wird - das gibt dem Slackliner zwar Sicherheit, jedoch verliert er dadurch wertvollen Schwung den man benötigt um wieder hochkatapultiert zu werden! Also ist hier etwas Mut gefragt, der durch die geeignete Hilfestellung hervorgebracht werden kann.

 

Erschwert werden können Buttbounces mit Grabs, Turns und wenn mehrere Buttbounces nacheinander gemacht werden.

 

Eine Variante des Buttbounces ist der Korean Bounce. Bei diesem befinden sich nicht beide Beine auf einer seite der Line sonder eines rechts und eines links der Line. Dazu ist zu sagen, dass die Line etwas rechts oder links am übergang von Oberschenkel und Hintern verläuft.